Gelebte Interkulturalität – Chancen und Stolpersteine für Unternehmen

Über die Chancen und Herausforderungen bei multikulturellen Belegschaften diskutierten am 16. November Unternehmensvertreter in Hagen.

Gemeinsam mit der agentur mark hatte Arbeitgeber Südwestfalen dazu eingeladen, Praxisbeispiele aus der Region kennen zu lernen und eigene Erfahrungen und Sichtweisen einzubringen.

 Eine bunte Mischung von Fallbeispielen für ein gelebtes Miteinander in Unternehmen stellte Personal- und Organisationsentwickler Lars Björn Oberndorf, Kompetenzwerkstatt Dortmund, in seinem Vortrag vor. Besonders ging er auf mögliche Missverständnisse und Stolpersteine in der Kommunikation zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen ein. Beispiele dafür sind die Themen Familienbild und Pünktlichkeit.

 In der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich, dass alle anwesenden Unternehmensvertreter die Integration ausländischer Arbeitnehmer als einen Teil unternehmerischer Verantwortung und gesellschaftlicher Verpflichtung sehen. Gleichzeitig sei sie aber auch eine gute Möglichkeit, dem Fachkräftemangel zu begegnen und auf den gesellschaftlichen Wandel zu reagieren.

Teilnehmer auf dem Podium (v.l.n.r.): Lars Björn Oberndorf, Kompetenzwerkstatt Dortmund; Dr. Klaus Fehske, Internationale Rathausapotheke Hagen; Bettina Nehles, agentur mark GmbH; Myra Mani, „Mani häusliche Pflege“ Lüdenscheid; Söhnke Kühl, Geschäftsführer ESTB GmbH Iserlohn

Teilnehmer auf dem Podium (v.l.n.r.): Lars Björn Oberndorf, Kompetenzwerkstatt Dortmund; Dr. Klaus Fehske, Internationale Rathausapotheke Hagen; Bettina Nehles, agentur mark GmbH; Myra Mani, „Mani häusliche Pflege“ Lüdenscheid; Söhnke Kühl, Geschäftsführer ESTB GmbH Iserlohn

Nachwuchsprobleme waren ein entscheidender Impuls für die ESTB GmbH in Iserlohn, sich aktiv sozial im Migrantenmilieu zu engagieren, so Sönke Kühl, Geschäftsführer der ESTB. Für den Verpackungsgroßhandel ist Vielfalt im Team nichts Neues. Auch Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich dazu. Um Flüchtlinge gut beim Einstieg in den Beruf zu unterstützen, hat ESTB ihnen Mentoren zur Seite gestellt.

 Einig waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion darin, dass Deutsch als Teamsprache ein Muss ist, um gegenseitige Ausgrenzung zu vermeiden. Ein offenes Gespräch und klare Regeln würden Missverständnisse vermeiden helfen, aber auch das Aufzeigen von Konsequenzen und ihre Durchsetzung seien manchmal notwendig.

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